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Pheromone – oder einfach nur ein traumhafter Duft

Dufte – das kann man ruhig wörtlich nehmen

Gerade weil wir an jeder Ecke mit der Forderung nach Sterilität und Hygiene konfrontiert werden, die eigentlich nur bedeutet, dass am Ende alle gleich (nach x oder y …) riechen müssten, erlebt wohl der Geruchsfetischismus aktuell eine art Renaissance. Natürlich möchte niemand wie ein Neandertaler riechen, der einige Monate auf der Lauer nach einem Mammut im Graben gelegen hat, aber ein Tuck Eigenduft kann schon gut kommen – und da ist hier buchstäblich zu verstehen.

Ich kann dich gut riechen

Die naive Vorstellung, dass der so genannte zivilisierte Mensch nur noch nach einer Linie duften sollte, die sich aus Shower Gel, Body Lotion und dem passenden Deo zusammen setzt, ist doch wirklich im Alltag schnell widerlegt. Experimente haben es immer wieder zu Tage gefördert: Der Duft, den jemand aussendet, führt zu allerhand Verwicklungen, bis hin zum oh, Schreck, sich Verlieben in eine völlig unbekannte Person. Wobei interessanter Weise Frauen auch noch innerhalb des Zyklus unterschiedlich gute Antennen haben. Für menschliche Stinktiere bestehen also zu bestimmten Phasen durchaus Chancen, ansonsten aber ist dieses ganz leichte „Je ne sais quoi“, das manche Menschen umgibt, extrem erotisch und auch – Gott sei dank – durch wenig zu übertünchen.

Es gibt nichts zum Schämen

Wer sich nach dem Duft orientiert, kann seine Umgebung durchaus verblüffen. So manche Paarung, die nach außen nach einer klaren Fehlzündung aussieht, basiert einzig und allein auf dem Duft, den beide aussenden, und der dem jeweils Anderen den Verstand raubt. Dieser Duft hängt nun einmal überall, also auch in allen Kleidungsstücken. Wer sich also für die Höschen seiner Partnerin mehr als üblich interessiert, verfolgt doch nur konsequent die Linie, dass jedes Teil den spezifischen Duft trägt. Und man liebt nun einmal das ganze Paket. Was soll daran schlimm sein? Es soll übrigens nicht wenige Männer geben, die auf Reisen immer ein – getragenes – Höschen ihrer Partnerin bei sich tragen. Daran zu schnuppern, ist dann fast wie the real thing bzw. kann dies die Sehnsucht danach ordentlich entfachen.

Pheromone – oder einfach nur ein traumhafter Duft

Wie man diese Stoffe nun nennen mag, also den fast unaussprechlichen Begriff der Pheromone benutzt oder sagt, die riecht einfach klasse: Fakt ist, dass Düfte ein beträchtliches Eigenleben entwickeln können. Man könnte sich den persönlichen Duft wie eine imaginäre Wolke vorstellen, die eine Person umwabert. Das ist auf jeden Fall viel netter, als eine echte Wolke eines mehr oder weniger billigen Parfums. Zurück zur Natur, so könnte hier also die Losung lauten. Schnuppert mehr aneinander, freut auch über ein in der Wirkung nachlassendes Deo. Das ist die wahre Natur des Menschen, etwas Animalisches, das ihn auszeichnet, und das an den verschiedenen Körperstellen natürlich auch unterschiedliche Ausprägungen annimmt.